Ein besonderes Aushängeschild des Landes ist das Bürger- und Gemeindebeteiligungsgesetz, das 2016 verabschiedet und 2026 in seiner Neufassung verabschiedet wurde. Anwohner und Gemeinden im Umkreis von 2,5 Kilometern um eine Windkraftanlage können so direkt finanziell profitieren: Pro vollem MW installierter Leistung sollen vom Erzeuger jährlich bis zu 5.000 € für die Gemeinde sowie Bürgerinnen und Bürger gezahlt werden.
Für Projektentwickler bietet Mecklenburg-Vorpommern somit gute Perspektiven: erstklassige Windverhältnisse, wachsende Akzeptanz und deutlich beschleunigte Genehmigungsverfahren.
Mit dem „Planungserlass Wind-an-Land“ vom Februar 2023 revolutionierte Mecklenburg-Vorpommern seine Genehmigungspraxis. Die naturschutzrechtlichen Bewertungen werden seitdem in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt gebündelt, wo statt bisher acht Prüfern in den Landkreisen nun 30 zusätzliche Experten die Verfahren beschleunigen. Das Ziel ist ehrgeizig: Genehmigungen sollen künftig in sieben Monaten erteilt werden – ein Ziel, das die laufenden Beschleunigungsmaßnahmen weiter vorantreiben sollen.
Auch rechtlich weht ein frischer Wind: Die neue Flexibilisierungsklausel beziehungsweise Gemeindeöffnungsklausel erlaubt es Kommunen seit Januar 2023, per Ratsbeschluss Windenergieanlagen auch außerhalb klassischer Vorranggebiete zu ermöglichen. Zudem wurde die Position der Windenergie bei Abwägungsentscheidungen deutlich gestärkt.
Ein Beispiel: Während früher selbst 15 Kilometer entfernte Windräder wegen möglicher Beeinträchtigungen historischer Sichtachsen blockiert werden konnten, müssen Denkmalschutzbehörden ihre Einwände nun innerhalb von vier Wochen substantiiert begründen – sonst gilt ihre Zustimmung automatisch als erteilt.
Dynamische Windenergiemärkte brauchen verlässliche Partner – diese Rolle nimmt Mecklenburg-Vorpommern mit zunehmender Überzeugung ein. Die Landesenergieagentur fungiert als zentrale Anlaufstelle und unterstützt Kommunen wie Projektierer mit gebündeltem Know-how bei der Realisierung ihrer Vorhaben.
Von der ersten Planung bis zur finalen Genehmigung steht den Akteuren damit ein erfahrener Partner zur Seite. Ein weiteres Signal dafür, dass der Windenergiestandort MV für die Zukunft bestens aufgestellt ist.